Das Foto als Ausdruck menschlicher Einzigartigkeit

   

"Ich habe kein normales Leben,
sondern nur dieses eine."

AlexX lebt und arbeitet im badischen Malerdorf Grötzingen bei Karlsruhe. Dass er ein freiheitsliebender Mensch ist, der das Leben aus jeder nur möglichen Perspektive zu betrachten sucht, lässt sich leicht an seinem Motto, aber auch an seinem Werdegang ablesen.

Alexander war Pfadfinder, Tontechniker einer Rockband, entdeckte durch die Bundeswehr und während des Studiums seine Reiselust, war Gebrauchtwagenhändler und wurde als Diplom-Ingenieur in der Großindustrie mit Krawatte und Flipchart vertraut.

Er praktizierte Yoga und Tantra, war 15 Jahre als Biker unterwegs und unternahm lange Reisen, die ihn durch die Sahara und mehrfach nach Asien führten.
Auf seinen Wegen war die Kamera ein steter Begleiter. Sein Blick auf die Welt fiel dabei immer zugleich durch den Sucher seiner Spiegelreflex- Kamera. So schulte er sein fotografisches Auge und entdeckte seine Leidenschaft für das perfekte Motiv.

Das Spannendste, was ihm jedoch in seinem Leben begegnete: Menschen!

"Spürst du es auch?"

Die Einzigartigkeit der Menschen ist ein zentrales Element in den Bildern von AlexX. Seine Erfahrung und die reflektierte Sichtweise auf die Kunst der Fotografie spiegelt sich deutlich in seinem Verständnis von Aktfotografie wider.

Das Verständnis vieler Leute von Aktfotografie ist längst überholt und noch immer begrenzt von Playmates und Seite 3-Mädchen.

Das macht(e) Frauen zu Objekten und stellt deren Persönlichkeit in den Hintergrund. Heute kommen emanzipierte Frauen zu ihm ins Studio, teilweise sogar mit therapeutischer oder tantrischer Vorerfahrung.
So folgt der Künstler seiner neuen, künstlerischen Sichtweise gegenüber Nacktheit, die jenseits glatter Ikonen die Einzigartigkeit der Person und Stimmung in den Vordergrund rückt.

Dies fordert zudem den Betrachter weit subtiler heraus als bisher. Auf seinen Bildern geht es nicht um das "Habenwollen", vielmehr lässt sich der Betrachter selbst berühren, wird von innen gerufen.

Die Bilder sollen beim Betrachten eigene Erinnerungen wach rufen, über die man sich selbst in das Bild hinein versetzt, was schließlich zu mehr Lebendigkeit führt.

Bei alledem muss die Technik dem Bild dienen. Experimentelle Frische ist ihm dabei lieber als geschliffene Statik, ein echtes Erstaunen schöner, als ein maskenhaftes Lachen.

"Es ist mir eine Ehre, wenn ein Paar auf einer Ausstellung umschlungen flüstert: "Spürst du´s auch?", so der Künstler.

"Die Kamera ist nur das Medium"

AlexX Stil ist tief in der klassischen Fotografie verwurzelt.
Er liebt das Spiel mit Licht, Schatten und dem richtigen Blickwinkel, wobei "Schwarz/Weiß" für den richtigen Ausdruck oftmals völlig ausreichend ist.
Schließlich ist die Kamera nur das Medium, das festhält, was gesehen wurde. Man kann beim Thema Akt nicht so tun, als würde man etwas Neues entdecken. Der Künstler will vielmehr eine Sichtweise vermitteln.

Die Lust auf den zweiten Blick. Eine Tür, die dazu einlädt, in seine Sicht als Künstler einzusteigen.

In seinem eigenen Studio kann er sehr frei arbeiten, aber er kehrt jedoch auch sehr gern zu den schlichten Sets zurück, da diese die Persönlichkeit besonders betonen.

Vielfach arbeitet Alexander auf Kundenwunsch, wobei immer wieder neue Facetten aus dem Zusammenspiel von Idee und Erfahrung entstehen.

"Jeder Mensch ist einzigartig und es ist toll, mit Menschen zusammen zu sein, die den Mut haben, sich selbst zu leben. Geist ist geil!"